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Baxter und Cerus geben die europäische Marktzulassung für das
erste System zur Pathogeninaktivierung von Thrombozyten bekannt
INTERCEPT Blood
System wurde entwickelt, um Bluttransfusionen für Patienten sicherer
zu machens
DEERFIELD (Illinois)
und CONCORD (Kalifornien), 16. Oktober 2002 - Tochterunternehmen von Baxter
International Inc. (NYSE:BAX) und Cerus Corporation (Nasdaq: CERS) gaben
heute die CE-Kennzeichnung des Illuminator-Gerätes von INTERCEPT
Blood System bekannt. Dies ist der letzte Schritt im Zulassungsverfahren
des INTERCEPT Blood Systems, des ersten Verfahrens zur Pathogeninaktivierung
von Thrombozyten, welches auf den europäischen Markt kommt.
Das INTERCEPT Blood
System bietet einen erhöhten Schutz vor der Übertragung von
Krankheiten durch Bluttransfusionen, indem es nukleinsäurehaltige
bekannte und potenziell neu auftretende Pathogene in Blutkomponenten inaktiviert.
Dies ist die erste Zulassung für die Anwendung einer Pathogeninaktivierungstechnologie
für Thrombozyten. Für die Verwendung des Verfahrens auch bei
den anderen beiden Haupt-Blutkomponenten für Transfusionszwecke,
Plasma und Erythrozyten, laufen derzeit klinische Studien. Damit ist INTERCEPT
Blood System die einzige Pathogeninaktivierungstechnologie, die für
alle Haupt-Blutkomponenten entwickelt wurde.
INTERCEPT Blood System
inaktiviert ein breites Spektrum an Pathogenen wie Viren, Bakterien, Parasiten
und potenziell schädlichen Spenderleukozyten in Thrombozyten für
Transfusionszwecke. Somit geht es einen Schritt weiter als die derzeit
verwendeten Screening-Verfahren für die Sicherheit von Transfusionen,
die lediglich auf das Vorhandensein von Krankheitserregern testen.
Das INTERCEPT Blood
System besteht aus dem Illuminator-Gerät, das UV-Licht abgibt, und
dem INTERCEPT Set mit der Helinx-Komponente (Amotosalen HCl-Lösung),
die nach UV-Licht-Aktivierung irreversibel an Nukleinsäuren bindet.
Auf diese Weise können alle nukleinsäurehaltigen Pathogene in
der Blutkomponente dauerhaft inaktiviert werden. Die Blutzellen selbst
enthalten keine Nukleinsäuren und bleiben deshalb unverändert.
Man geht davon aus, dass in Europa jährlich hunderttausende Patienten
von INTERCEPT Thrombozyten profitieren werden, die beispielsweise im Rahmen
einer Chemotherapie, einer Bypass-Operation oder anderer chirurgischer
Verfahren Thrombozytentransfusionen benötigen.
"Die Europäische
Zulassung für INTERCEPT Thrombozyten ist ein Meilenstein für
die Bemühungen von Baxter und Cerus, Blutprodukte auf der ganzen
Welt für Patienten sicherer zu machen," sagte Greg Young, President
Fenwal International. "Sie steht auch für die erfolgreiche Zusammenarbeit
von Baxter und Cerus, die das fachliche Know-how beider Firmen und Baxters
umfassende Erfahrung im Bereich der Transfusionstherapie nutzt, um einen
prospektiven Ansatz für mehr Blutsicherheit zu entwickeln. Wir freuen
uns darauf, gemeinsam mit Blutspendezentren und Ärzten in ganz Europa
Patienten mit INTERCEPT Thrombozyten zu versorgen und das Risiko von transfusionsbedingten
Erkrankungen zu reduzieren."
"Mit der Verfügbarkeit
von INTERCEPT Thrombozyten in Europa erreichen wir ein neues Sicherheitsniveau
für Patienten und alle, die mit Blutprodukten zu tun haben,"
sagte Stephen T. Isaacs, President und Chief Executive Officer von Cerus.
"Diese Zulassung ist ein Beweis der Partnerschaft von Baxter und
Cerus und ein wichtiger Meilenstein für die Anwendung der Helinx-Technologie
von Cerus zur Inaktivierung von bestimmten bekannten und potenziell neu
auftretenden Pathogenen."
Als neues Verfahren
für die Herstellung von Blutprodukten muss das INTERCEPT Blood System
für Thrombozyten erst in den jeweiligen europäischen Ländern
ein vollständiges Prozessvalidierungsverfahren in Übereinstimmung
mit den GMP-Richtlinien der europäischen Blutbanken durchlaufen,
bevor es für Patienten zur Anwendung kommen kann. In einer Reihe
von Ländern wie Deutschland, Frankreich, Dänemark, Schweden,
Norwegen und Großbritannien wurden diese Verfahren bereits eingeleitet.
In Europa werden jährlich etwa 1,3 Millionen Thrombozytentransfusionen
vorgenommen, wobei viele Patienten im Laufe ihrer Behandlung mehrere Thrombozytenspenden
erhalten. Trotz der Einführung von Blut-Screening und Testverfahren
bleibt für die Patienten ein Restrisiko von Infektionen und transfusionsbedingten
Reaktionen bestehen. Ein spezielles Problem ist dabei die bakterielle
Kontamination, insbesondere bei Thrombozytenkonzentraten, die bei Raumtemperatur
gelagert werden müssen, was das rasche Wachstum von Bakterien begünstigt.
Experten schätzen, dass bis zu eine von 2000 gepoolten Thrombozytenkonzentraten
bzw. Apherese-Thrombozytenkonzentraten mit Bakterien kontaminiert ist.
Das in Großbritannien durchgeführte Programm "Serious
Hazards of Transfusion (SHOT)" ergab, dass 12,5 % der transfusionsbedingten
Todesfälle von 1995 bis 2000 auf bakterielle Kontamination zurückzuführen
sind. Heute werden, abgesehen von einem Test auf Syphilis, keine Routinetests
auf Bakterien durchgeführt.
Für viele bekannte
Viren wie HIV, Hepatitis C und Cytomegalievirus (CMV) gibt es zwar Tests,
doch diese können Viren im Zeitraum des sogenannten diagnostischen
Fensters, also kurz nachdem sich der Spender mit dem Virus infiziert hat,
möglicherweise nicht erkennen. Neu auftretende Viren stellen zudem
eine potenzielle Bedrohung dar und es dauert mitunter Jahre, um einen
entsprechenden Test zu entwickeln. Seit 1994 wurden mindestens fünf
neue Viren entdeckt, die die Blutsicherheit gefährden können.
Cerus und Baxter sind
die einzigen Unternehmen, die derzeit ein Pathogeninaktivierungssystem
für alle drei wesentlichen Blutkomponenten im Stadium der klinischen
Erprobung und Zulassung haben - für Thrombozyten, Plasma und Erythrozyten.
In den USA haben die beiden Unternehmen das Zulassungsverfahren für
INTERCEPT Blood System für Thrombozyten bereits eingeleitet.
Baxter International
Inc. ist ein weltweit agierendes Unternehmen auf dem Gesundheitssektor,
das durch seine Tochterunternehmen Menschen mit lebensbedrohlichen Erkrankungen
mit unverzichtbaren Therapien versorgt. Mit den Produkten und Dienstleistungen
von Baxters Divisionen BioScience, Medication Delivery und Renal werden
Patienten versorgt, die an so komplexen Erkrankungen wie Krebs, Hämophilie,
Immundefekten, Infektionskrankheiten, Nierenerkrankungen und Verletzungen
leiden.
Die Cerus Corporation
entwickelt medizinische Systeme und Therapeutika auf der Basis ihrer eigentümerrechtlich
geschützten Helinx-Technologie zur Kontrolle biologischer Replikation.
Die Programme von Cerus konzentrieren sich auf Systeme zur Verbesserung
der Sicherheit von Blutprodukten für Transfusionszwecke. Die Produkte
aus der Reihe INTERCEPT Blood System beruhen auf der Helinx-Technologie
von Cerus, um Viren, Bakterien, Parasiten und Leukozyten zu inaktivieren.
Das Unternehmen mit Sitz in Concord im US-Bundesstaat Kalifornien untersucht
auch therapeutische Anwendungsmöglichkeiten für die Helinx-Technologie,
um schwere Erkrankungen zu behandeln oder ihnen vorzubeugen.
Cerus und Helinx sind
in den USA eingetragene Marken der Cerus Corporation.
Baxter und INTERCEPT sind Marken von Baxter International Inc.
Diese Pressemitteilung
enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen in Bezug auf Zulassungsverfahren,
Produktentwicklung und Marktpotenzial, die Risiken und Unsicherheiten
unterliegen. Die tatsächlichen Ergebnisse können wesentlich
von diesen Vorhersagen abweichen. Dies liegt an bestimmten Risiko- und
Unsicherheitsfaktoren wie zeitlicher Verlauf, Ergebnisse von klinischen
Studien und anderen Entwicklungsaktivitäten, Maßnahmen seitens
der Aufsichtsbehörden zu irgendeinem Zeitpunkt im Entwicklungsprozess,
zusätzliche Finanzierungsaktivitäten, Herstellung, Marktakzeptanz
von bestimmten Produkten, Wettbewerbsbedingungen sowie anderen in den
bei der Securities and Exchange Commission hinterlegten Unterlagen des
Unternehmens beschriebenen Risiken.
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Friederike Herrfurth / Charlotte Clessienne
Bettinastr. 64
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friederike.herrfurth@edelman.com / charlotte.clessienne@edelman.com
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- Baxter Deutschland GmbH
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Im Breitspiel 13
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